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Das geheimnisvolle Haus oder der Richterspruch der Welt . Th. 2
Entstehung
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nicht ſelten ſogleich ein ſtolzes Weſen annahm, als wollte ich ſagen: Es iſt keine leichte Sache, dies Herz zu gewinnen!“ „Dies Verhaͤltniß dauerte lange fort; ich quaͤlte ihn unaufhoͤrlich; zwar fuͤhlte ich zu— weilen mein Unrecht, allein ich ſchmeichelte mir, daß mein Benehmen nothwendig ſey, um ihm eine Erklaͤrung abzulocken. Es war meine beſtimmte Abſicht, jenen Neckereien ein Ende zu machen, ſobald dieſe erfolgt ſey. Ach! ich ſah nicht ein, daß ich ſelbſt ihn ab⸗ ſchreckte. Endlich kam jedoch dieſer Augen⸗ blick; ich Thoͤrin hielt fuͤr Wirkung meines Spiels, was doch nur der Zufall herbeigefuͤhrt hatte.“

„Obgleich bebend vor Freude, nahm ich das Geſtaͤndniß ſeiner Liebe zwar nicht mit Hohn, jedoch mit verſtellter Kaͤlte auf; erſt, nachdem er ein Fegefeuer von Zweifeln ausge halten hatte, ſank ich in ſeine Arme. Das Entzuͤcken dieſes Augenblicks machte ihm alles

vergeſſen. Er war gluͤcklich, ich theilte ſeine Empfindungen.“

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