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Lothar hatte ſchon allmaͤhlig gelernt, bald Herr ſeines auflodernden Unmuths zu werden; doch indem er ſich ſeine ſelbſtſuͤchtige Ungeduld vorwarf, empfand er nicht ohne Verwirrung, daß ſeine Unruhe beſonders aus der Theilnah⸗ herruͤhrte, die ihm die Kranke eingefloͤßt; aber zu gleicher Zeit war es ihm mit inniger Be⸗
friedigung klar, daß dieſe leidenſchaftloſe
obgleich beſorgte Theilnahme ſich nur auf ach⸗ tungsvolle Freundſchaft gruͤnde. Er ſah mit Beben, wie viel der ehrwuͤrdigen alten Dame durch jede Entfernung von der Geſellſchafterin, in ihrer gewohnten Bequemlichkeit geſtoͤrt wer⸗ den muͤſſe, und das ſchoͤne geſellige Verhaͤltniß zernichte.— Er konnte ſich dies nicht ganz, nicht befriedigend, ohne die obgleich ſehr oft
ſtumme Gegenwart dieſer ernſten und doch milden Frau denken. Sie kam ihm zum erſteo⸗ male als eine ſorgende, anſtellige, verſtaͤndige, obgleich etwas proſaiſche Hausmutter vor,
der man deswegen doch nicht gram ſeyn Sönne⸗ weil man fuͤhlte, daß die Proſa in einer Haushaltung nicht darf. Zum e ⁰


