25 ich eines Tages Thereſe von unſern Freunden begleitet in die ausgeſchmuͤckte Wohnung ein.— Ich ſagte zu ihr, wie einſt der Verſucher: „Alle dieſe Herrlichkeiten gehoͤren Dein, wenn Du mir die Hand giebſt.“ Nie ver ehlt der Anblick einer huͤbſchen haͤuslichen Einrichtung,⸗ in der ſie ſich als Koͤnigin fuͤhlen, einen guͤn⸗ ſtigen Eindruck auf das Herz der Frauen zu machen, zumal wo ſie nicht ungeneigt ſind⸗ und ich waͤhnte mich ja von Thereſen geliebt, obgleich noch immer eine ſonderbare fremde Scheu zwiſchen uns ſich ſtellte.— Sie wurde auch wirklich geruͤhrt, die Thraͤnen ſtuͤrzten ihr aus den Augen, ſie ſank in meine Arme; ich fuͤhlte mich in der That in dieſem Augenblick glucklich, ſelig— denn ich liebte ſie— ich liebe ſie noch! Doch war der Taumel einiger berauſchenden Minuten kaum voruͤber, als Thereſe nicht kalt— aber duͤſter, geheimnißvoll moͤchte ich ſagen, erklaͤrte, daß ſie mir nur unter der Bedingung die Hand nicht verweigere, daß wenigſtens ein Jahr zwiſchen dieſem Augen⸗ blick und ihrer voͤlligen Entſcheidung liegen
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