23 ſich weigerte melnen tanſenden Gruͤnden nach⸗ zugeben, jemehr ſie in dieſer Weigerung geſun⸗ den Verſtand und ſicheres feines Gefuͤhl, das aus dem tiefen Innern, und gar nicht aus einer von der Freundin aͤußerlich angelernten
feinen Bildung hervorging,— je inniger fuͤhlte
ſich mein Herz von dem ſchoͤnen Weſen, das fruͤher meine Sinne hingeriſſen hatte, angezo⸗ gen.— Thereſe ſah bald ein, daß mehr als ein individuelles gewiſſenhaftes Pflichtgefuͤhl mich an ſie band.— Meine offenbare Liebe zu dem Knaben, ſeine Anhaͤnglichkeit an mir, verfehlten nicht die Wirkung auf das muͤtter⸗ liche Herz; das Zureden unſerer gemeinſchaft⸗ lichen Freundin half noch mehr; kurz, nach
einigen Wochen gab ſie mir zwar nicht ihre
frohe Zuſtimmung, aher ſie wies doch nicht
meinen Antrag ſo beredt zuruͤck. In der
Stille hatte ich alle vorerwaͤhnten Einkaͤufe beſorgt.— Es war meine Abſicht, mich auch der Einſamkeit zu widmen. Ich hatte ſchon ſo viel verdient, daß ich ein kleines Landgut
kaufen konnte und zweifelte gar nicht, daß


