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Das geheimnisvolle Haus oder der Richterspruch der Welt / Lauritz Kruse
Entstehung
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227 ſchrieben habe; ich waͤre nur einen Augenblick da geblieben; in dieſem habe ſie mich jedoch beſchworen, mich nur einmal in ihre neue Wohnung zu begeben, und ihre Rechtfertigung zu hoͤren. Ich waͤre gekommen, und ſie das Opfer ihrer Liebe geworden. Sie hatte mich von dem Augenblick an nie mehr geſehen, mir auch nicht geſchrieben, denn ich wußte ja, wo ſie zu treffen war, und nach dem letzten

Ereigniſſe durfte ich nur ſie, ſie mich nimmer⸗

mehr aufſuchen. Sie blieb ruhig und in ſtiller* Erwartung in ihrer neuen Wohnung, bis ſie ihren veraͤnderten Zuſtand bemerkte. Sie ſchwieg und verzweifelte; die fruͤher genannte Freundin, die trotz ihres Furiencharakters weil

ſie es mit Thereſen gut meinte, ihr Zutrauen

behalten hatte, war die Einzige, der ſie ſich anvertraute. Erſt nach der Geburt ihres Sohnes, im aͤuſſerſten Elend, von ihrem neuen Wirthe gemißhandelt, von ihrer Freundin ge⸗ draͤngt, in einem halb bewußtloſen Zuſtande,

war der Name Selting uͤber ihre Lippen ge⸗ kommen. Die aufgebrachte Freundin ſchmiedete

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