19
„Wollten Sie lieber—“ erwiederte Lo⸗ thar, der ihn betroffen anſah—„daß ich hier haͤtte ſchweigen ſollen?“
„Und doch den braven Burſchen in Dienſt genommen?—“ ſetzte der Prediger die Frage fort;—„allerdings.— Ihr vorlauter Un⸗ wille iſt ohne nuͤtzlichen Erfolg verhallt, und wird nur dazu dienen, Ihnen den hieſigen Aufenthalt, deſſen Sie doch nicht ohne ſchmerz⸗ lichen Verluſt ſich begeben koͤnnen, noch un⸗ leidlicher zu machen.— Ich habe oft in der Stille ihre unangenehme Lage empfunden!“
„Wirklich?“ rief Lothar, immer mehr
verwundert—„und ſcheinen doch ſelbſt ſo zu⸗ frieden hier?“
—
*
„Ich bins!“ „Noch vor einer Stunde haͤtte dieſe Er⸗ * klaͤrung mich nicht uberraſcht; aber in Bezug
auf die Theilnahme, die Sie mir in bieſem Angenblick erweiſen, erlauben Sie mir die Frage: Wie koͤnnen Sie untet S nenſc⸗ üchen Vieh zufrieden ſeyn?—
2*


