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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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abgewartet und ſchickte dieſe Nacht noch meine Einwilli⸗ gung: ich nahm mit Dank den mir ertheilten Auftrag an. Morgen früh reiſe ich.

O, Modeſt, Modeſt. ueberlegen Sie.. Noch iſt es zu ändern.. Ihre Eingabe iſt gewiß noch nicht an den Grafen gelangt... Ich will ſelbſt zu ihm fahren... Ich bin bereit, mich ihm zu Füßen zu werfen Ich ſage ihm Alles...

Es iſt zu ſpät. Es iſt gethan, die Vergan⸗ genheit kann nicht wiederkehren.

Aber die arme unglückliche Olga..

Agnes, ſagte Newski, mit Zärtlichkeit ihre Hand ergreifend:Sie ſind ein Engel der Güte er⸗ füllen Sie meine Bitte und Gott wird Ihnen die edle That lohnen.

O, ſprechen Sie, befehlen Sie.

Verlaſſen Sie Olga nicht Sie hat eine Mutter eine Mutier, die ſie zärtlich liebt, aber ſie kann dieſes ſchöne, dieſes herrliche Weſen nicht begreifen Seien Sie ihre Freundin, Ihre Tröſterin ihre Retterin. Sie verſprechen es mir, Mie

Ich ſchwore es Ihnen.

Noch eine Bitte: Verzeihen Sie, daß ich Ihre erhabene, ihre edle Freundſchaft nicht begreifen, nicht würdigen konnte; verzeihen Sie, daß ich Ihren Geldopfern entſagte: glauben Sie mir, ich that es nicht aus Stolz, nicht aus Eitelkeit, nur, fügte er mit einem ſanften Lächeln hinzu,weil ich ihrer jetzt nicht bedarf. Die Regierung gibt mir mehr, als in dem Lande, wohin ich mich begebe, nöthig iſt... Erlauben Sie mir zu hof⸗ fen, daß ich hier eine Freundin zurücklaſſe, daß ich Ihnen meine Freuden und Leiden mittheilen varf; ach, die Letz⸗ tern verfolgen mich gar zu beſtändig Sie thun es für mich.

Und er küßte mit Ehrfurcht Agneſens Hand. Frau von Bronizin ſchwieg, große Thränen rollten