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zum Sohne aus der zweiten Ehe, ſie handelte einzig und allein zu ſeinem Vortheile, ſie wünſchte nur ihm ihr un⸗ geheures Vermogen zu hinterlaſſen.. Und Lenin.. welches Gefühl beherrſchte ihn, als er ſeinen Vater ver⸗
ſich ſieß; aber ſi leitete das Gefühl der mütterlichen Lebe
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ſtieß! Das Gefühl falſcher Scham„. Das Ge⸗
fühl des tiefſten Egoismus!..
„O, was er auch ſei, ich verachte ihn nicht„ich breche mein gegebenes Wort nicht„ beſonders jetzt!“
„Jetzt. da du ihn ganz erkannt„
„Ja, jetzt! Da er allein da ſteht, ohne Ver⸗ wandte, ohne Freunde, da ſein Benehmen gegen den Vater in der ganzen Stadt ſich verbreiten wird und ihn zwingt, ſich von der Geſellſchaft zurückzuziehen„
„Marie, du kennſt weder Linin noch unſere Geſellſchaft
Lenin braucht weder Verwandte noch Freunde. und in der Geſellſchaft findet er Leute genug, die ſeine Gefühle, ſeine Anſichten theilen
„Sprechen wir nicht mehr davon, ich beſchwore Sie Lenin iſt meinem Herzen ſo theuer, wie früher; ich laſſe von ihm nicht„ Und Sie werden Ihre Marie, die Sie ſo zärtlich lieben, nicht mehr kränken.“
Und ſie küßte dem Vater die Hände, ſie mit heißen Thränen benetzend.
„Gebe Gott, daß die Nacht dir beſſere Gedanken elezebe,“ ſagte der Vater, und begab ſich, nachdem er ſeine Tochter geſegnet hatte, in ſein Kabinet.. Marie ging in ihr Schlafgemach. Aber hier erwartete ſie ein neuer Auftritt.
Olga hatte die Arme um den Hals der Frau bon Bronizin geſchlungen und weinte, an ihre Bruſt gelehnt,
bitterlich. Auch aus den reizenden, ſchwarzen Augen der
Bronizin floſſen Thränen, und indem ſie die des armen Mädchens abtrocknete, konnte ſie kaum den ihrigen Ein⸗
halt thun. Die gute Frau küßte Olga mit Zärtlichkeit;
ſie begriff und theilte ihren Schmerz.
„
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