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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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ſüchtig harrend, im Vertrauen auf Dich, im Glauben an die Vorſehung, und wenn Du mich hier verſchoneſt, mir alles Dir Erzeigte vergibſt, ſo vergibt mir auch der Barmherzige oben! Höre, mein Sohn, und fluche mir nicht!

„Ich habe von meinen Vorfahren einen alten, ehren⸗ haften Namen geerbk, und laſſe Dir nur einen erniedrigen⸗ den Zunamen— den Ekelnamen„Zerlumpter.“ Ich habe reiche Güter geerbt und hinterlaſſe Dir Armuth und Schmach. Meine Kindheit war von Liebe und zarter Pflege umgeben,— Du hatteſt nichts als Sorgen um den verrückten, alten Vater. Ich war jung, voll Leben und Glück. Da ſah ich ein Frauenzimmer. Ihre leuch⸗ tende, flammende Schönheit blendete mich: ich ſah an ihr nichts weiter, ich ſah weder ihre guten, noch ſchlechten Eigenſchaften, ich ſah nur ihre Schonheit und ward von ihr bezaubert. Ich weiß noch jetzt nicht, aus welchen Elementen dieſes Weib geſchaffen war, und jetzt, nach all dem Böſen, dem unbegränzten Böſen, das mir dieſes Weib erzeigt hatte, ſelbſt jetzt habe ich Alles vergeſſen, außer ihrer Schönheit; würde ich jetzt vom Rande des Grabes in die Welt zurückkehren,— ich würde ſie wie⸗ der lieben,— denn es überſteigt meine Kräſte, es über⸗ ſteigt alle menſchlichen Kräfte, ſie zu ſehen und nicht zu lieben; und wenn ſie zum Gerippe würde, die bloße Er⸗ innerung würde meine Liebe erwecken. Ich heirathete ſie. Drei Jahre verfloſſen in unnennbarer Seligkeit. Ich glaubte an ſie;z ich ſchenkte Niemandem Glauben, wenn man ihr Boſes nachſagte, ich glaubte ihr ſelbſt nicht, wenn ſie offen meiner unbegränzten Liebe ſpottete. Endlich kam der Mann, der mich entzauberte. Ich haſſe ihn nicht dafür, daß er mich in den Abgrund der Schmerzen ſtürzte, aber dafür, daß er mich aus der ſüßen Täuſchung weckte, mir den ſchoͤnen Traum raubte. Mein Blut kochte. Ich ent⸗ zweiete mich mit meiner Frau, war aber am folgenden Tage bereit, ſie um Verzeihung zu bitten: es war zu

„