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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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zerſtört, daß man in ihr ſchwerlich das demüthige Weib erkannt hätte, die Smolnew fünf Rubel abgeborgt hatte. Ihr folgte ein junger Mann in einem abgetragenen Rocke, der übrigens ſeinen Beruf, den menſchlichen Körper gegen das Untretter und unbeſcheidene Blicke zu beſchützen, durchaus nicht erfüllte; der junge Mann ſuchte ſo viel als mög⸗ lich aus ihm herauszutreten, indem er die Nähte mit allen Gelenken auseinanderdehnte, doch dieſes verdammte Kleid drückte und preßte ihn immerfort. Dem Rocke ent⸗ ſprachen die übrigen Kleidungsſtücke: Die Beinkleider reichten mit den zerriſſenen Struppen etwas über die Knie, um den Hals hatte er ein Frauentüchelchen ge⸗ wunden, es bedeckte auch in etwas die Bruſt, das war alles! Und der Schnitt und die Form zeigten nur zu deutlich, daß dieſe Kleidungsſtücke nicht an ihrem gewöhn⸗ lichen Platze ſich befanden.

Der Präſident ſetzte ſich mit der Miene eines Man⸗ nes, dem es bewußt iſt, daß hier eine tüchtige Doſis Ge⸗ duld von Nöthen ſei.

Iſt es Ihnen jetzt nicht gefällig, uns die Begeben⸗ heit zu erzählen, welche wir von Ihrer... Begleiterin vernommen, ſagte der Präſident, ſich an den jungen Mann wendend.

Was2 Sie glauben vielleicht, daß er anders erzäh⸗ len wird, Sie glauben mir nicht, wie? erwiederte die Frau, deren flammendes Geſicht klar bewies, wie viel Hitze und Leidenſchaſt ſie bei der Erzählung des ihr ſo ſehr am Herzen liegenden Erreigniſſes verſchwendet.

Ich frage bloß in Ihrem eigenen Nutzen und bitte Sie dringend, die Erzählung nicht zu unterbrechen. Sie ſahen, daß ich gleich bei den erſten Worten auf den Schauplatz des Verbrechens geſchickt habe, um den Spuren desſelben nachzugehen. Die Sache liegt mir ſo ſehr am Herzen wie Ihnen, wenn auch aus andern Gründen.

Nein, und wiederum nein! Niemanden auf der Welt kann die Sache ſo nahe liegen! Sie liegt mir hier,