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„Sie ſind alſo geſtohlen worden.“
„Ich weiß nicht; ich wage niemanden zu beſchuldi⸗ gen; außer mir kömmt nur noch Tanja auf mein Zim⸗ mer, und Sie wiſſen, wie treu ſie mir iſt.“
„Unbegreiflich.“
„Wanja, mein lieber Wanja, ich werde vielleicht die Mitſchuldige Deiner Verwaistheit, Deiner traurigen Lage ſein, weil ich dieſe Papiere nicht gut verwahrt habe und ſie enthielten gewiß wichtige Fakta über Deine Her⸗ kunft; es iſt unmöglich, daß Dein Vater nicht an Dich in der Todesſtunde gedacht hätte, da ihm der Wille des Herrn den Verſtand wieder gegeben hatte. Gott verläßt die Waiſen nicht.“
„Nein, mein Fräulein, Sie tragen keine Schuld; böſe Leute tragen die Schuld: unſere Ruhe, unſer Leben möchten ſie verbittern. Die Papiere ſind gewiß geſtohlen. Unlängſt ſah ich Fedul nicht weit von hier; ich jagte ihm nach, konnte ihn aber nicht einholen: der böſe Junge hat ſich hier nicht umſonſt umhergetrieben. Er weiß, wenn er mir in die Hände fällt, laſſe ich ihn nicht los, bis ich für alles Unglück Rache genommen: er hat ſich alſo nicht umſonſt in mein Gebiet gewagt.“
„Es konnte aber kein Fremder in mein Zimmer kommen, beſonders jetzt, wo ich faſt gar nicht ausgehe.“
„Gewiß iſt Fedul mit dem Unreinen im Bundez von ihm iſts zu erwarten!“
„Spreche nicht ſo,“ ſagte die Alte ein Kreuz ſchlagend.
„Vielleicht iſt er ſelbſt der Böſe. Er kann alles ein!“
„Wanja 1“
„Nur nicht gleich aufgebracht, gnädige Frau, ich ſage nur ſo, ich weiß es ja nicht gewiß. Und Sie be⸗ truben ſich nicht, mein Fräulein, ſonſt habe ich doppelten Kummer. Nur ſtille, ich gehe jetzt und erfahre alles


