Druckschrift 
Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Petrowna, wie werde ich mich unter all den Leuten aus⸗ nehmen! Sie werden mich beſchauen, zergliedern, mich, der ſo ungeſchickt und ſonderbar, mich und mein Werk, mein geliebtes Werk, von dem ich mich werde trennen müſſen, wenn ich es den Richtern übergebe. Freilich bleibt mir die Idee: doch ſie wird auch Andern eben ſo gut als mir angehören; ich werde dann nicht mehr ſagen können, daß nur Sie und ich ſie kennen, daß wir Beide ſie hegen und pflegen Sie, Olga Petrowna, ſind in dieſe Idee ganz eingeweiht, Sie haben mich ſogar oft angeſpornt, eine oder die andere Seite mehr zu entwickeln: und wer wird jetzt nicht alles über ſie aburtheilen! Viel⸗ leicht ſpottet man gar meines Lieblings, den ich nach langen, langen Nächten ausgebrütet. Doch wer trägt da die Schuld, wenn es ſo trifft? wer gebietet mir denn, ihn dem Spotte der Welt Preis zu geben? Piroſchkow blickte Olga an, als erwarte er eine Antwort von ihr. Olga ſchwieg. Warum hat er uns nicht um Rath gefragt? Wir würden ihm antworten: Wenn Du Dein Ziel mit ſchüchternen, unſichern Schrit⸗ ten, bloß auf Deine geniale Erfindung Deine Hoffnungen gründend, erreichen willſt, ſo betrete lieber gar nicht die ſchlüpfrige Vahn: dazu braucht man einen feſten Charaktet, um die Amboßſchläge der Welt, um die Nadelſtiche der Intrigue, um die Stöße der Leidenſchaſten zu ertragen; ſelbſt Eiſen erleidet in der Eſſe und unter dem Hammen einen bedeutenden Verluſt, bis es gereinigt zum Vorſchei kömmt. Denke nach, guter Alter, in welchen Strude Du Dich ſtürzen willſt? Laſſe Dich nicht hinreißen vol der Verſuchung, die Dir ein im Weltwirbel ſich Bewegel der ſo lockend ſchildert. Dir iſt ſo wohl in Deinem fried⸗ lichen Kabinete. Die Liebe zweier Frauen bewahrt Di ſorgſam vor allem irdiſchen Ungemache! Was willſt Du. mehr? Warum ſuchſt Du ſo dringend Olga's Rath;

Der Böſe führt Dich in Verſuchung! Ergebe Dich ihm nicht, guter Alter!