„Ich erinnere mich, ja wohl erinnere ich mich!“ ſagte Olga, die ſchon längſt errathen, wen Naſar Raſarowitſch meine, aber ihre Bewegung zu verbergen ſuchte.
„Ein herrlicher junger Mann!“*
Olga ſchwieg.
„Er geräth etwas zu leicht in Ekſtaſe wie alle jungen Leute, ja ſelbſt wie unſer gelehrter Studioſus, unſer guter Newſgodin, der nichts deſtoweniger der vor⸗ trefflichſte junge Mann auf Erden iſt.“
„Sie wünſchen alſo, Naſar Naſarowitſch, meinen Rath? unterbrach ihn Olga.“
„Ja, Olga Petrowna, in einer ſehr wichtigen An⸗ gelegenheit.“
Naſar Naſarowitſch huſtete, ſtatt eines Taſchentuches ergriff er aus Zerſtreuung eine auf dem Tiſche liegende Karte Frankreichs und hatte ſie ſchon an die Naſe ge⸗ bracht; doch Olga befreiete das Erbe der Bourbonen geſchickt aus ſeinen Händen und reichte ihm ein Schnupf⸗ tuch. Naſar Naſarowitſch fuhr fort, ohne etwas bemerkt zu haben.
„Dieſer junge Mann heißt Modeſt Newski.“
„Ich weiß es.“
„Es kann Ihnen nicht unbekannt ſeln,“ fuhr Piroſch⸗ kow fort, durchaus nicht verwundert, daß Olga den Namen dieſes Mannes wußte, obgleich ſie ihn dem An⸗ ſcheine nach von Niemanden erfahren konnte. Newol kömmt immer an Ihrem Fenſter vorbei, wenn er mich beſucht; er hat auch Sie geſehen.“
⁴Olga ſaß da wie auf Nadeln.
„Sie wollten mich um Rath fragen 7
Sie dachte ohne ſelbſt zu wiſſen warum, der Gegen⸗ ſtand, über den ſich Naſar Naſarowitſch Rath holen wolle, habe eine gewiſſe Beziehung auf ſie.
„Ich will Ihnen ſagen, warum es ſich handelt,“ Olga Petrowna. Rewski floßte mir eine ſonderbare Ide


