Sechstes Kapitel. Vie ſinnreiche Rache.
Das Benehmen des Alten war gar ſonderbar: er hatte ſich ſo innig gefreut, als er die arme Frau um einige Kopeken betrogen, hatte ſich mit ſolchem Bedauern von den fünf Rubeln getrennt, und nun zahlte er fünf hundert Rubel für eine mitgetheilte Neuigkeit, die ihm dem Anſcheine nach nicht den leiſeſten Geldvortheil ver⸗ ſprach. Noch ſonderbarer war es, vaß in der ärmlichen Wohnung dieſes Mannes einige hundert Tauſende ver⸗ ſteckt waren, daß er, ein Stück Schwarzbrod zu Mittag eſſend, viele Tanſende auf oft unſichere Un⸗ ternehmungen verſchleuderte, und eben durch ſolche Wage⸗ ſtücke ſich ein ungeheures Vermögen, wie es ihm niemand zugeſchrieben hätte, erworben hatte.
Der Alte war mit dem Tage und ſeinem Mittage zufrieden. Nachdem er ſeine Beſchäftigungen und ſein Mittagsmahl beendet hatte, pflegte er gewöhnlich auszu⸗ ruhen; doch ſeine Ruhe glich nicht der unſtigen: jeden Abend ſetzte er ſich an den Tiſch und berechnete den Be⸗ ſtand ſeines Vermögens, und bemerkte jeden Tag mit Freuden den raſchen Anwuchs veſſelben. Dieſes zu einer ungeheuern Summe angewachſene und mit bewunderns⸗ würdiger Kombinationsgabe verwendete Vermögen ver⸗


