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Wachsthum der Dampfmaſchinen den Geſammivorrath des Brennmaterials erſchöpft, und die Welt, obgleich ſie ſich ſehr raſch vorwärts bewegt, an einem ſchönen Tage, vom Froſte erſtarrt, ſtehen bleibt. Dasſelbe iſt vom Spiele zu erwarten: alles, was nur in Geld umgewan⸗ delt werden kann, wird aus der allgemeinen nutzbringen⸗ den Cirkulationen gezogen und verſchwindet im Wirbel des Hazardſpieles. Die ſchnellen Fortſchritte des Spieles übertreffen die allerkünſtlichſten Vervollkommnungen der Dampfmechanik, und das Kartenſpiel iſt ſeiner Kataſtrophe um ſo näher. Niemand denkt daran, Maßregeln dagegen zu ergreifen. Im Gegentheile ſtrebt alles mit verzwei⸗ felnder Gier dieſe ſeelenverderbende Beſchäftigung immer mehr auszubreiten. Man nimmt an, daß die Karten zur Zerſtreuung des blodfinnigen franzöſiſchen Königs Karls VI. erfunden wurden, doch wir haben vor Kurzem erfahren, daß die Figuren aller vier Farben, Coeur, Carreau, Tréfle und Pique ſchon von den Egyptiern gezeichnet wurden.*) Wer ſie erdacht, war gewiß entweder ſehr weiſe, oder von einer dämoniſchen Kraft beſeelt, die er auch ſeiner, die arme, menſchliche Natur ſo ſchrecklich tyranniſirenden Erfindung einflößte.
Ochtin war vom Dämone des Spieles beſeſſen; beim bloßen Gedanken daran verdunkelte ſich jede andere Idee, wie der letzte Morgenſtern beim Sonnenaufgange: jetzt wie immer hatte er nur eine Sorge, Geld und wieder Geld. Er hatte ſtark auf den Fürſten gehofft, und war überzeugt, daß dieſer ihn für die glänzende Liebesintrigue, die er ihm angeſponnen, belohnen werde; doch wir kön⸗
*) Der Herausgeber der Monatſchrift;„Leſebibliothek“ Nenkowski, unter dem Pſeudonym Baron Bram⸗ bäus bekannt, hat varüber einen hochſt intereſſanten Artikel geſchrieben.
Anm. des Ueberſ.


