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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Olga Benski in den Naturwiſſenſchaften und liebte ſeine kluge, ſanfte, beſcheidene Schülerin. Hätte er ſie gekannt, ehe er ſich der Wiſſenſchaft in die Arme geworfen hatte, er würde ſich ihr mit derſelben Gluth, mit derſelben auf⸗ opfernden Leidenſchaft hingegeben haben: einem ruſſiſchen Herzen iſt die Liebe ein Bedürfniß.*) Naſar Naſaro⸗ witſch lebte bis er mit den Benskis bekannt wurde, allein, ohne Verwandte, ohne Freunde, ohne Freude, ja ſelbſt ohne Leiden, mit denen ſeine nach Thätigkeit dürſtende Seele kämpfen konnte.

Piroſchkow hörte mit wachſender Unruhe die ver⸗ worrene Erzählung des Zerlumpten. Er ſah deutlich, daß Olga Gefahr drohe, doch was für eine, wie ſie abwen⸗ den, und womit konnte dieſes ſanfte, ſtille Weſen ſich irgend einen Haß zuziehen? Naſar Naſarowitſch, dem alle Lebenserfahrung fremd war, verlor ſich in Räthſeln. Er war indeſſen ganz mit dem Zerlumpten einberſtanden, daß man aus Vorſicht die Benskis warnen müſſe, ſie aber ſelbſt unermüdlich über die Ruhe der zwei Frauen wachen müßten.

* Es wird gewiß mancher deutſche Leſer es etwas anmaßend finden, daß der Ruſſiſche Autor alle edlen Eigenſchaften für ſeine Nation vindizirt, da dieſe doch gewiß Gemeingut der Menſchheit ſind. Doch hoffentlich wird man ihm dieſe etwas kleinliche An⸗ ſicht zu Gute halten, um ſo mehr, als er auch die Schwächen und Fehler ſeines Volkes frei bekennt.

Anm. des Ueberſetzers.