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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Gnaden fort, als hoͤrte er nicht die Worte ſeines Nach⸗ bars:ich brauche nur einen kleinen Dienſt.

Nu, wer will denn anders! Wir ſind bereit, guten Herren immer zu dienen.

Hier, ſiehſt Du, iſt noch ein anderer Fall 1 Man wills im Anfange mit Schmeicheleien verſuchen.

Nun, was haben wir alſo dabei zu thun?

Das will ich Euch ſagen. Die Schöne iſt ſchrecklich mildthätig, geht ſelbſt zu Kranken, unterſtützt Arme, ſie iſt gar ſehr mildherzig. Alſo einer von Euch, der ein rechtes Faſtengeſicht macht, muß den Kranken, den Un⸗ glücklichen ſpielen.

»Das kannſt Du, Oßka*); Du biſt ganz vünn ge⸗ worden und ſiehſt wie eine Leiche aus.

Hier beſprach ſich die Geſellſchaft ſo leiſe, daß der Zerlumpte, ſo ſehr er auch den Hals dehnte und das Gehör anſtrengte, doch nichts hören konnte.

Nun, und was weiter 2 fragte laut der Häuptling.

Das Uehrige kannſt Du uns überlaſſen.

Hm! es iſt alſo für ihn Nu, Oßka, die Sache muß auf's Beſte beſorgt werden.

Oßka rieb ſich verlegen den Nacken: die Rolle eines Büßenden ſchien ihm nicht beſonders zu behagen.

Ein ſchreckliches Drama hatte ſich indeſſen im Ge⸗ müthe des Alten abgeſponnen, der, von Allen verlaſſen und vergeſſen, auf dem feuchten Stroh lag. Der Zer⸗ lumpte war zu ſehr vom Geſpräche in Anſpruch genom⸗ men; die Andern betrachteten ihn als Leiche, und wirk⸗ lich hatte er auch nichts gehört. Doch das Leben regte ſich in der Bruſt des Leidenden, zur Qual, zur Fol⸗ ter, die ihm in den letzten Lebensaugenblicken zu erdulden beſtimmt war. Der Alte hatteSeine Gnaden erkannt,

*) Verkleinerung von Oſſiz, Joſeph. Anm. d. Ueberſ.