— 303—
„lebte. Wir wurden uns beide bald gut, vund in einem ſchwachen Angenblick lieſſen vwir uns von unſerer gegenſeitigen Neigung vhinreiſſen. Daß Euer Vater, wegen der vStrenge ſeiner Religionsbegriffe, die Zu⸗ „ſtimmung zu unſerer Verbindung nie geben vwuͤrde, wußte meine Braut gar zu gut. „Auf die Zukunft hofſend, meinen ziemlich „guten Vermoͤgensumſtaͤnden vertrauend, und vvon heftiger Leidenſchaft beſtuͤrmt, ſchlug ich vihr geheime Ehe und Flucht nach meinem WVaterlande vor. Sie willigte in alles; al⸗ vlein wichtige Hinderniſſe zwangen uns, die Ausfuͤhrung zu verſchieben. Indeſſen be⸗ „gann ihre Schwangerſchaft ſichtbar zu wer⸗ »den. Ich entfuͤhrte ſie, und verbarg ſie bei veinem Freunde und Landsmanne, der ſich vin Rotterdam niedergelaſſen hatte. Dort „wurde ſie Mutter eines Sohnes, der in die⸗ »ſem Augenblick— gebe es Gott! noch am „Leben, ſich auf Hald beſindet. Alles wur⸗ »de zur Flucht vorbereitet. Ein daͤniſches


