ſanfte Anmuth, daß die enthuſiaſtiſche Jugend des Landes ihr die Benennung:„die Taube von Cerdrons« beigelegt hatte, ſondern auch eine ſo anſpruchloſe Schoͤnheit, einen ſo un⸗ befangenen reinen Sinn, daß Niemand zwei⸗ felte, ſie waͤre vor allen ihren Geſpielinnen zur Roſenkoͤnigin erwaͤhlt worden, wenn die⸗ ſes ſchoͤne Feſt zur Sitte dieſer Gegenden ge⸗ hoͤrt haͤtte.
DDie drei Soͤhne, von denen der juͤngſte
nur ein, und der aͤlteſte kaum vier Jahe aͤlter als ſie war, zeichneten ſich ſowohl durch Verſchiedenheit der Zuͤge als des Charakters aus. Alle drei waren ſchoͤn und brav; die Grundfaͤden des Gewebes waren dieſelben, nur der Einſchlag war verſchieden, und ſchil⸗ lerte mit wechſelnden Farben im Sonnen⸗ glanze des jugendlichen Lebens. Firmin, der Aelteſte, hatte bei aller Heiterkeit einen beſon⸗ nenen Ernſt angenommen, gleich als mahnte ihn die guͤtige Natur, daß er einſt in Rath und That bei den juͤngeren Geſchwiſtern die


