Mittel zu Gebote geſtanden, wie wenig wur⸗ de es ihr geholfen haben. Schwerlich wuͤrde die Herzogin Gonzaga ſich dazu verſtanden haben, die Liebesbotin einer, wenn auch an ſich unſchuldigen, ſo doch, der Verhaͤltniſſe wegen, tadelnswerthen Verbindung zu ſeyn; und durfte ſie auch nur einer ihrer Dienerin⸗ nen vertrauen? Diana hatte ihr nicht ohne Abſicht die Gefahr des Herzogs durch den Zorn des Koͤnigs anvertrant. Waͤre Er bei⸗ nahe ein ungehoͤrtes Opfer geworden, wie wuͤrde dann das Geſchick eines unbedeutenden Pagen werden, wenn der Verdacht des Ko⸗ nigs ihn traͤfe!
Dieſer Gedanke, dieſe Furcht gab der letzten freudigen Hoffnung in ihrer Bruſt den Todesſtoß. Von nun an empfand ſie nur das eiſerne Joch ihres Standes, und die her⸗ be Bitterkeit dieſes Gefuͤhl warf ſie in eine Verzweiflung, in welcher ſie ſich aus Stolz entſchloß, ſich mit allen boshaften Waffen der Seele und des Witzes zu wehren; und


