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Donna Concha : Novelle. Die Freundinnen : zwei Erzählungen / Laurids Kruse
Entstehung
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taͤuſchte ſeyn ſollte, ohne daß deshalb Don

Coͤſar der Gluͤcklichere geworden waͤre.

Von Murviedro's uͤbrigens zahlreicher Familie iſt uns nichts weiter bekannt gewor⸗ den. Don Caͤſar dagegen beſaß eine ſanfte und zaͤrtliche Gattin, und eine Tochter, die in der Taufe nach Santa Maria de la Con⸗ ception genannt, gemeiniglich aber nur Don⸗ na Concha genannt wurde. Dieſe hatte bald das dreizehnte Jahr erreicht, als Ferdinands Entfuͤhrung aus Spanien die Looſung zu al⸗ len den blutigen Graͤueln gab, welche die ge⸗ ſegneten Fluren dieſes ſchoͤnen Landes entvoͤl kerten, und es noch immer mit Buͤrgerblut duͤngen. Von einem juͤngeren Adel entſproſ⸗ ſen, durch ein großes Vermoͤgen fruͤh an Un⸗ abhaͤngigkeit gewoͤhnt, und durch eine ſorgfaͤl⸗ tigere Erziehung, als ſie bisher den Meiſten ſeiner Landsleute zu Theil geworden war, mit vielſeitigen Anſichten begluͤckt, ſchien Don Caͤ⸗

ſar, wenigſtens ſeiner vorlauten Rede nach,

einer Regierung abgeneigt, die, von innerem

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