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quälten Antlit. Eine Leichenbläſſe uͤberzog daſſelbe, in einer ſcharf begrenzten Linie von der Stirne aus⸗ gehend. Die Augen richteten ſich glaͤſern und mit ei⸗ nem Ausdrucke ſich ſteigernden Entſetzens auf einen Punkt in die Ferne. Das ſtruppige Haupthaar ſträubte ſich empor— die Lippen bewegten ſich hin und her — endlich machte ſich die Rechte unter ſchmerzhafter Anſtrengung von der weißen Schneehuͤlle frei, um ſich zu erheben und mit dem lang ausgeſtreckten Zeigefin⸗ ger auf einen weiten Gegenſtand zu deuten. Der An⸗ blick war grauſenerregend. Mit heiſrer, mehr und mehr anwachſender Stimme ſprach jetzt Hille:„Siehſt Du? dort ſteht er, den ich erſchlug— Ruppert!— Er kommt mich abzuholen— Schau, wie drohend er auf mich herblickt— Weg, bleiches Schreckensgeſicht!“
Frau Hille glaubte in der That, daß ihr Mann jett Geiſter ſeche. Mit ihren Augen folgte ſie dem Zeigefinger des Sterbenden. Heiliger Gott! dort an der Fenſterſcheibe lag ein bleiches Antlitz mit ſchwar⸗ zem Schnurr- und Backenbarte. Ein weißes Tuch, um den Kopf gebunden, blickte unter dem Czako hervor; ein Kragen von derſelben Farbe umgab leuchtend die ſchwarze Halsbinde. Es war der Anzug eines Grenz⸗ jägers— ob Ruppert's? Wer wollte daran zweifeln?
Hille ſchlug jetzt beide Hände vor ſein Angeſicht — da ſchaut' er wieder hin. Die Schreckgeſtalt blieb,


