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Herr von Müggeburg ſtarb ein Jahr früher. Sein Enkel blieb das Licht ſeiner Augen und die Freude ſeines Herzens bis zur letzten Stunde. Wie er geſtorben, wie es in ſeinem Herzen ausgeſehen, weiß niemand. Auf des
Enkels Wunſch nahm er mit ihm zuſammen noch das
heilige Abendmahl. Kurz vor ſeinem Tode ſagte er: die Decke wird nun bald von meinen Augen weggenommen ſein, ich wünſche daß ihr alle Recht habt!— Das ein⸗ zige was ich gehört habe. So hatte er doch Sehnſucht nach Frieden.
Rudolf kam zu ſeines Vaters Begräbniß und wurde als der Herr empfangen. Er hatte ſchon länger vorher den Abſchied genommen, aber es zog ihn nicht zu ſeinem Va⸗ ter, ſeiner Heimath und zu ſeinem Sohne. Als er dies⸗ mal kam, konnte er wenig reden, ohne zu huſten und doch
machte er Pläne zu neuen Einrichtungen, ſprach von aller⸗
hand Unternehmungen; dazwiſchen forſchte er bange, ob er für gefährlich krank gehalten würde. Ich war gleich in dies liebe alte Haus gezogen, wie Herr von Müggeburg auf meinen Wunſch beſtimmt hatte. Rudolf blieb nur, um ſich von ſeinem Sohne zu Tode pflegen zu laſſen. Das war ein troſtloſes Krankenbett, ich habe daran ge⸗ weilt mit großer Theilnahme, mit vielem Herzweh, aber auch mit vielem Danken gegen den Herrn. Wie iſt ſeine Gnade mir gefolgt mein Lebenlang, wie wunderbar, wie herzbewegend iſt es, wenn ich darauf zurückblicke.„Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir
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