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Die alte Jungfer : eine Erzählung / von der Verfasserin des "Tagebuchs eines armen Fräuleins" [d.i. Marie Nathusius]
Entstehung
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rath, die Sendung ſeines eigenen Sohnes, ohne welchen die Menſchen nicht erlöſt werden konnten. Mein kleiner Schüler hat das ſehr gut vegriffen, ja es iſt erſtaunlich wie leicht es iſt, Kinder etwas glauben zu machen, ſie glauben es eben, bis der Satan kömmt und Unkraut unter den Weizen ſäet. Vor Weihnachten ſagte Hans ein⸗ mal zu ſeinem Großvater: Kennſt Du die Geſchichte vom Teufel, Großvater? Ich erſchrak faſt, aber unterbrach ihn nicht. So eigentlich nicht, war des Großvaters Ant⸗ wort. Nun, begann Hans ziemlich pathetiſch: der Teufel hat Adam und Eva im Paradieſe verführt, weil er ihnen das Paradies nicht gegönnt hat, aber alle fromme Menſchen, die den Herrn Chriſtus lieb haben, kommen doch in das Paradies. Großvater die Geſchichte ver⸗ giß ja nicht. Bald darauf erhielt er einmal die Er⸗ laubniß, zu ſeinem eigenen Vergnügen mit Tinte zu ſchrei⸗ ben, was nicht oft vorkömmt. Er wollte nun an ſeine Mama ſchreiben. Der Großvater zog ihm Linien und beobachtete den Jungen, der ſehr eiftig an die Arbeit ging. Als der Brief fertig war, reichte ihn mir Herr von Mügge⸗ burg lächelnd zu, und es war mir lieb, daß dies Do⸗ cument unter ſeinen Augen entſtanden war.Liebe Mama. Ich kann auch ſchon mit Tinte ſchreiben, ich lerne auch ſchon Sprüche. Alſo hat Gott die Welt geliebt, daß er ſeinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, ſondern das ewige Leben haben. Es iſt bald Weihnachten, nach Müggeburg kömmt