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Die alte Jungfer : eine Erzählung / von der Verfasserin des "Tagebuchs eines armen Fräuleins" [d.i. Marie Nathusius]
Entstehung
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So weit iſt er jetzt, daß er ein Leben im Glauben für das nützlichſte hält, ob er wird weiter kommen?

Den 18. December.

Heute vor zehn Jahren hielten wir den Congreß auf dem Hünengrabe. Es hatte ſich ſo hübſch arrangiren laſ⸗ ſen, daß wir alle im Waldſchlößchen verſammelt waren, des alten Herren wegen ſind unſere größeren Verſamm⸗ lungen gewöhnlich dort. Nach Tiſche ſchlug ich einen Spa⸗ ziergang vor, es war ein ſchöner milder Wintertag, ſie gingen alle gern. Ich führte die Geſellſchaft nach den Steinen, als wir davor ſtanden, ſagte ich etwas feierlich: Eliſabeth, Eugenie, vor zehn Jahren haben wir den heu⸗ tigen Tag beſtimmt, uns hier zuſammenzufinden: wie ſteht es mit euch? Da gab es ein lautes Vergnügen, Herr

von Hartwig theilte den Richtbetheiligten den Zuſammen⸗ hang mit. Ich hatte damals wirklich den Wunſch, mich nicht zu verheirathen, verſicherte Eugenie. Der Mann mit den Vertrauen erweckenden Augen, dem ſie jetzt glücklich

zur Seite ſtand, ſagte lächelnd: Eugenie, Du täuſcheſt

Dich, Du wünſchteſt nur in der Nähe zu bleiben. Eugenie geſtand lächelnd, daß es ganz leiſe wohl in ihrem Herzen davon geſungen und geklungen. Aber ich, verſicherte Eli⸗ ſabeth, dachte damals wirklich nicht an Arnold, er hatte mich gerade zu ſehr gequält mit dem gelben Tuchrock. Liebe Eliſabeth, entgegnete Arnold ſcherzend, der Kanarienvogel iſt doch an unſerm Glücke ſchuld, durch ihn bin ich erſt