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wären, würden uns friſche Brunnen nie erquicken.“ Und iſt der Brunnen nicht immer da? wir ſollen nur kommen und trinken, was verlangt denn eigentlich das undank⸗ bare Herz?„ Den 9. März 1838.
Wenn man den Segen in Trübſal erſt gefühlt hat, da iſts als könnte man gar nicht wieder herauskommen, es iſt dem Herzen ſo ſtill und ſicher dabei zu Sinne, wir
1 fühlen, der Herr iſt uns nahe, er muß uns nahe ſein, er hat es verheißen die Leidenden zu tröſten. In ſolcher 3 Zeit iſt man ſo ganz auf den Herrn angewieſen, und das
iſt ein wunderbares Gefühl. Darum nur muthig weiter, je höher wir hinauf kommen, je rüſtiger werden die Füße, je leichter die Luft.— Eugeniens jüngſtes Töchterchen iſt am Stickhuſten geſtorben, die beiden anderen ſind ſehr ſchwach. Arnold war durch die Lungenentzündung dem Tode nahe,— und wann wird meine Kranke hier erlöſt werden? Jemand ſterben ſehen, der ſo am Leben hängt, das iſt troſtlos.
Den 26. April⸗
Heute fuhr ich mit Herrn von Müggeburg zu Euge⸗ nien, der traurige Tod ſeiner Frau hat ihn erſchüttert.
Zum erſtenmal ſprach er mit mir über innerliche Dinge. Ich weiß, daß es etwas Beſſeres geben muß, als das, was wir hier ſehen, ſagte er; aber wer kann durch die Decke ſchauen? Rit des Glaubens Augen ſagte ich ſchnell Er lächelte. Das ſagt ihr Leute wohl, ihr ſeid Schwär⸗ 5


