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ſchlägt und dunkle Röthe ihre Wangen färbt. Meine
Tante ſtellte mich einer ihr bekannten Dame vor und be⸗ gann dann ein Geſpräch mit derſelben, ſo daß ich mir ganz
allein überlaſſen war. Da rief eine wohlbekannte Stimme meinen Namen, und indem ich mich umwendete, erblickte ich Frau von Lindau, die ich geſtern kennen gelernt habe. Ich ließ mich neben ihr nieder und wir geriethen bald in die intereſſanteſte Unterhaltung. Sie iſt ſo liebenswürdig und ſo geiſtreich und ich fühle mich innig zu ihr hingezogen. Jetzt durchflogen erſt meine Augen den Saal und ich be⸗ trachtete die Geſellſchaft genauer. Die verſchiedenſten Gruppen hatten ſich gebildet von älteren und jüngeren Leuten, und am Fenſter, an einen Blumentiſch gelehnt, bemerkte ich Thereſe, die, wie es ſchien, in eifrigem Ge⸗ ſpräch mit zwei jungen Herren begriffen war. Der eine von ihnen, welcher neben ihr ſtand, hatte etwas Elegantes, Chevalereskes in ſeinem Weſen und einen kecken Zug in ſeinem Geſichte, welcher he und feſſelte.
„Nun, wie gefällt Ihnen Graf Steineck, der von der ganzen Damenwelt vergötterte Paris?“ fragte Frau von
Lindau, deren ſcharfes Auge meinen Blicken gefolgt war.
Dieſe Frage machte mich verlegen, aber ich wurde es noch mehr, als der Graf ſich von Thereſen entfernte und auf uns zukam. Frau von Lindau ſtellte mich ihm vor, und denke nur, er engagirte mich für den Abend zum Tanze. Darauf ſetzte er ſich neben uns nieder, und fragte micht „Sind Sie ſchon lange in der Stadt, Fräulein von Reichen⸗


