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Rosa : ein Lebensbild / von Agathe Rutenberg
Entstehung
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mit grünen Jalvuſieen, und ein junges Mädchen ſchlüpfte heraus. Schnell eilte ſie die Straße hinunter, und erſt als ſie an der Ecke ben war, warf ſie einen prüfenden Blick zurück, ob and ſie belauſcht habe. Sie war ahre alt; ihre Geſtalt war leicht und reizend geformt; jede ihrer Bewegungen war anmuthig. Ihr lichtbraunes, lockiges Haar wurde zum Theil von einem kleinen, grünen Hute verborgen, der ihren weißen Nacken beſchattete. Ihr Geſicht war überaus lieblich, denn eine ſchneeige Stirn, roſige Wangen und ein kleiner edel geformter Mund zierten daſſelbe; aber das Schönſte an ihm, das waren die Augen. Nußbraun wie das Haar, wurden ſie von langen, dunklen Wimpern be⸗ ſchattet, die ihnen einen gez eigenthümlichen, faſt ſchwer⸗ müthigen Ausdruck gaben. Ihr Blick war weder ſanft, noch blitzend und unſtät, aber in ihrer Tiefe ſchien ein ſtilles Feuer zu glühen, und man ſchaute gern in dieſe Tiefe und fühlte ſich dadurch angezogen und feſtgehalten. Alle Be⸗ wegungen des jungen Mädchens waren von ſylphidenartiger Leichtigkeit, und ihr ganzes Aeußere erſchien ſo ätheriſch, daß man ſich hätte wundern können, warum ſie nicht plötzlich ein Paar Schwingen entfaltete, Im ſich vor unſern Augen in den Himmel, ihre wahre Heimath, zu erheben. Nur einen Augenblick verweilte das Mädchen, dann ſetzte ſie ſchnell ihren Weg fort und befand ſich bald außerhalb des Städtchens. Sie eilte den Hügel hinauf, wo unter eeiner ſchattigen Linde, von der aus man eine herrliche Aus⸗