erſten Keimen ſich hier haſt entwickeln ſehen! Ehe ſie
noch recht wußten, wie ihnen geſchehen, hieß es ſchon im benachbarten Dorfe: am nächſten Mittwoch, am Tage vor Mariä Himmelfahrt, iſt Hochzeit auf der Thalmühle!
XIX.
Die Mühle prangte im Feſtſchmucke, Flaggen wehten luſtig auf den Dächern, Kränze und Guirlanden um⸗ floſſen Thüren und Fenſter. Der Hof mit der großen Linde war zu einem offenen Speiſeſaale hergerichtet, ein Zelt, feſtlich drapirt, barg ein Muſikcorps, deſſen Pro⸗ ductionen ſich von dem, was ſonſt auf dem Lande bei ſolchen Gelegenheiten in der Muſik geleiſtet wird, hin⸗ länglich unterſchieden. Hatte ja doch Schlöſſer ſelbſt die Veranſtaltung dieſes Feſtes nach ſeiner Art über⸗ nommen und da durfte man überzeugt ſein, etwas Vollendetes geboten wurde..
Liebliche Dämpfe und Bratengerüche aus der Küche, in welcher ein wildes Leben wogte, da der aus der Stadt mitgebrachten Köchin Alles, was ihre ländlichen Handlangerinnen thaten, zu langſam ging. Einige Beſorgungen, die ihnen die erfahrene Küchenge⸗
bieterin anvertraute, lieferten theils ſehr ſpaßige, theils ſolche Reſultate, die den höchſten Zorn der Thrannin
mit dem Rührlöffel herausforderten.„O dieſes Land⸗ Palm, Die Thalmühle. 17


