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die Schnauz' erhebt, im falſchen Winde ſchnüffelnd,
wenn er ihm etwa die Witterung eines Menſchen oder Eiſens zuführt, die ſcharfgeſpitzten Ohren dorthin richtet und zwei blutunterlaufene Augen umherrollen läßt, aus denen Raubgier und Furcht vor der Jagd zugleich her⸗ vorleuchten. Der ſchöne Vers iſt übrigens, wenn etwa Jemand wiſſen möchte, woher er kommt, aus einer noch ungedruckten Teufelei von allerlei Grillen und Lombar⸗ dismen entnommen, die nächſtens an's Licht treten und ein ſchönes Aufſehen erregen wird; ich habe ihn daraus entlehnt, weil er mir gerade recht in den Weg kam, und wo ich ihn geſtohlen, das ſage ich, um mich nicht mit fremden Federn zu ſchmücken; im Uebrigen möge Niemand darin einen Kunſtgriff von mir zu finden glauben, womit ich etwa zu verſtehen geben wollte, der Verfaſſer dieſer Teufelei und ich ſeien wie Brüder, und ich könne ganz nach Belieben in ſeinen Manuſeripten herumſtöbern.
Don Rodrigo's zweite Intrigue betraf die Art und Weiſe, wie Renzo, nachdem er ſich von Lucia getrennt, verhindert werden könne, ihr je wieder nahe zu kommen, oder das Dorf wieder zu betreten. Er beſchloß Gerüchte von Drohungen und Nachſtellungen ausſprengen zu laſſen, welche ihm durch irgend einen Freund hinterbracht wer⸗ den und alle Luſt benehmen ſollten, wieder in dieſe Ge⸗ gend zu kommen. Er dachte jedoch, das Allerſicherſte werde ſein, wenn er eine Möglichkeit fände, ihn gänzlich aus dem Staate zu vertreiben, und in dieſem Punkte ſah er ein, daß ihm die Juſtiz weit behülflicher ſein könne, als die Gewalt. Man konnte z. B. dem Verſuch im Pfarrhauſe eine weit grellere Färbung geben, ihn als einen Einbruch, als einen meuteriſchen Akt darſtel⸗ len und dem Podeſta durch den Doctor zu wiſſen thun, daß er alle Urſache habe, einen ſcharfen Haftbeſehl gegen Renzo auszuſtellen. Aber Don Rodrigo ſah ſogleich ein, daß es ihm ſelbſt nicht zuſtehe, dieſen ſchmutzigen Han⸗ del wieder aufzurühren, und um ſich nicht länger den Kopf damit zu zerbrechen, beſchloß er, ſich dem Doctor


