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dennoch erreichen zu können, erwachte von Neuem in ſei⸗ ner Seele. Er dachte einen großen Theil der Nacht über die Art und Weiſe nach, und am friſchen Morgen erhob er ſich mit zwei Plänen, von denen der eine bereits beſchloſſen, der andere bloß flüchtig entworfen war. Der erſte beſtand darin, den Grauen alsbald nach Monza zu ſchicken, um nähern Bericht über Lucia zu erhalten und zu erfahren, ob etwas und was ſich unternehmen laſſe. Er ließ alſo auf der Stelle dieſen ſeinen Getreuen rufen, händigte ihm die vier Seudi ein, lobte ihn von Neuem wegen der Gewandtheit, wodurch er ſie verdient habe, und ertheilte ihm den inzwiſchen ausgedachten Befehl.
„Herr..« begann der Graue zögernd..
„Ei wie? habe ich denn nicht deutlich geſprochen?“
„Wenn Ihr Jemand Andres damit beauftragen könntet...“
„Wie ſo 26
„Gnädigſter Herr, ich bin bereit, meine Haut für meinen Gönner zu laſſen: es iſt meine Pflicht und Schul⸗ digkeit, aber ich weiß auch, daß Ihr das Leben Eurer Untergebenen nicht allzu ſehr in Gefahr bringen wollt.“
„Nun, was iſt es denn?“
„Fuer Gnaden weiß recht gut, daß ein paar Preiſe auf meinen Kopf geſetzt ſind und. Hier ſtehe ich unter der Schutzherrſchaft von Euer Gnaden; wir bilden eine ganze Rotte; der Herr Podeſta iſt ein Hausfreund; die Schergen haben Achtung vor mir und auch ich... es iſt dieß eine Sache, die mir gerade nicht zur Ehre gereicht, aber ich thue es um des lieben Friedens willen... auch ich behandle ſie als Freunde. In Mailand iſt Euer Gnaden Livree bekannt, aber in Monza.. da bin da⸗ gegen ich ſehr bekannt. Und wißt, Euer Gnaden, ich ſage es nicht, um mich zu rühmen, daß derjenige, der mich der Juſtiz überliefern oder meinen Kopf überant⸗ worten wuͤrde, ein recht einträgliches Geſchäft damit machen könnte. Hundert Seudi, einen auf dem andern, ſowie die Erlaubniß, zwei Verbannte frei zu machen.“


