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herrlichkeit, der Gedanke an den gulen Eindruck, wel⸗ chen eine auf ſo fromme Weiſe gewährte Protection hervorbringen könne, eine gewiſſe Neigung zu Lucia und auch eine gewiſſe Luſt einem unſchuldigen Geſchöpfe etwas Gutes zu thun, Unterdrückten beizuſtehen und ſie zu tröſten, hatten die Domina wirklich geneigt ge⸗ macht, ſich das Schickſal der beiden armen Flüchtlinge zu Herzen zu nehmen. Aus Achtung für die Befehle, die ſie ertheilte, und für den Eifer, den ſie an den
Tag legte, wurden ſie in der an das Kloſter ſtoßenden
Wohnung der Schaffnerin untergebracht und ſo behan⸗ delt, als ob ſie in den Dienſten des Kloſters ſtänden. Mutter und Tochter freuten ſich zuſammen, daß ſie ſo
bald eine ſichere und ehrenvolle Zufluchtsſtätte gefunden
hatten. Es wäre ihnen auch ſehr lieb geweſen, wenn
ſie von Jedermann unbemerkt hätten dableiben können,
aber dies war in einem Kloſter nicht ſo leicht, und
zwar um ſo weniger, als es einen Menſchen gab, der
nur allzu feſt entſchloſſen war, ſich über die Eine von
ihnen Nachrichten zu verſchaffen, und in deſſen Seele ſich zu der urſprünglichen Leidenſchaft und dem geſta⸗
chelten Ehrgeiz noch der Zorn geſellte, daß man ihm zuvorgekommen war und ihn getäüſcht hatte. Wir un⸗
ſerer Seits wollen jetzt die Frauen in ihrem Verſtecke
laſſen und uns nach der Burg dieſes Menſchen wenden,
in dem Augenblicke, wo er dem Ausgang ſeiner ruch⸗
loſen Expedition entgegenharrte.
Elftes Capitel. Gleichwie eine Koppel Spürhunde, nachdem ſie
vergebens einen Haſen verfolgt, kleinmüthig mit ge⸗
ſenkten Schnautzen und hängenden Schwänzen zu ihrem Herrn zurückfehrt, ſo kehrten in jener Nacht des all⸗ gemeinen Wirrwars die Bravi nach Don Rodrigo's Burg zurück. Er ſchritt im Dunkeln in einer ſchlech⸗ ten, unbewohnten Stube des oberen Stocks, welche die Ausſicht nach der Ebene gewährte, auf und ab. Jeden


