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näckigen Krankheiten zu thun pflegt, die Doſis verſtärkt. „Jedermänniglich alſo(ſo ſchließt er) hüte ſich durch⸗ aus in irgend einem Stück der gegenwärtigen Verord⸗ nung entgegen zu handeln, denn ſtatt die Milde ſeiner Ercellenz kennen zu lernen, wird er ihre Strenge und ihren Zorn empfinden, indem ſie feſt entſchloſſen iſt, daß dieß die letzte und peremptorjſche Warnung ſein ſoll.“ Dieſe Anſicht wurde inzwiſchen nicht getheilt von Sr. Ercellenz dem erlauchten Herrn Don Pedro Enri⸗ quez von Acevedo, Grafen von Fuentes, Hauptmann und Statthalter des Staates Mailand; er theilte dieſe Anſicht nicht und zwar aus guten Gründen. Vollkom⸗ men von dem Elend unterrichtet, in welchem dieſe Stadt und dieſer Staat wegen der großen Anzahl von Braviſſich befindet, die allda ihr Weſen treiben... und entſchloſſen, eine ſo überaus verderbliche Saat auszurotten,“ erläßt er unter dem 5. Dezember 1600 ein neues Verbot, voll der kräftigſten Beſtimmungen„mit dem feſten Vorſatz, daß dieſelben mit aller Strenge und ohne Hoffnung auf Nachſicht Punkt für Punkt vollzogen werden ſollen.“ Man kann inzwiſchen glauben, daß er dabei nicht all den guten Willen aufbot, welchen er an den Tag legte, um Kabalen anzuzetteln und ſeinem großen Feind Heinrich IV. Feinde zu erwecken, denn in dieſer Be⸗ ziehung bezeugt die Geſchichte, wie es ihm gelang, ge⸗ gen den genannten König, den Herzog von Savoyen zu bewaffnen, der durch ſeine Schuld mehr als eine Stadt verlor, und wie er den Herzog von Biron zu eine Verſchwörung verleitete, die ihm den Kopf koſtete; was aber dieſe verderbliche Rotte der Bravi betrifft, ſo ſtebt ſoviel feſt, daß ſie am 22. September das Jahres 1612 noch immer vorhanden war. An dieſem Tag war Seine Excellenz, der erlauchte Herr Don Giovanni von Mendoza, Markgraf von Hynojoſa, Edelmann u. ſ. w. Statthalter u. ſ. w. ernſtlich darauf bedacht, ſie zu ver⸗ tilgen. Zu dierem Behuf ſchickt er an Pandolfo und Marco Tulliv Malateſti, die königlichen Hofbuchdrucker,


