denſelben auf des Onkels inneres Leben, auf die Schickſale ſeiner Jugend bezog, fand ſich alles in dem kleinen lackirten Schranke des Salons beiſammen, an
dem er immer nur bei nächtlicher Weile gearbeitet hatte. Es waren mehrere Hefte Memoiren, in deren Aufzeichnung der Greis ſich offenbar mit feiernder Liebe verſenkt hatte. An Einſamkeit gewohnt und deshalb nicht geneigt, ſich durch Geſpräche über die Vergangenheit den Genuß belebter Erinnerungen zu bereiten, waren dieſe Blätter ihm die Freunde geweſen, denen er ſich anvertraut, je nachdem das Andenken an entſchwundene Zeiten in ihm mächtig geworden war. Bald war es eine lange fortlaufende Erzählung, bald wie ein Ausruf zärtlichen Gedenkens, dann kamen wieder längere Bruchſtücke. In dieſer Weiſe


