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geſchleudert fühlte. Er fel auf ſeinen Rücken an den Rand des Fluſſes, ſprang aber, ehe ſein Gegner ihn niederhalten konnte, mit ſolcher Wuth über dieſe Hand⸗ habung ſogleich wieder auf die Beine, daß er eine Zeit⸗ lang in hartem Fauſtkampfe ſeinem ſtärkeren Gegner das Gleichgewicht hielt, ohne daß einer von ihnen ſich Zeit ließ, daß Meſſer zu ziehen. In dieſer Fechtart war Richard durch größere Schnelligkeit und Uebung dem Indier überlegen, der ihn daher eilig auch wieder umklammerte, worauf beide mit einander in den Fluß rollten und nun mit großer Erbitterung darum kämpften, welcher den Andern unterzutauchen vermöchte.
Fetzt zeigte ſich, daß der ſo gewaltſamer Anſtreng⸗ ungen ungewohnte, durch Richards Sprung von der Klippe auf ſeinen Magen noch immer etwas benommene Indier nicht ferner die früher gezeigte Kraft zu ent⸗ wickeln vermochte, was jenen in den Stand ſetzte, ihn bei der einzigen Schädellocke zu ergreifen und deſſen Haupt ſo lange unter das Waſſer zu halten, bis er aus
deſſen nachlaſſendem Sträuben ſchließen konnte, daß er
zu leben aufgehört habe. In dieſem Augenblicke erſchien auf der Klippe Blount, der überall bisher vergebens nach Richard geſucht hatte. Dieſer erblickte kaum den Jäger, ſo erhob er ſich, ſtieß ein Triumpfgeſchrei aus und wollte ihm ſeinen Sieg erzählen. Aber bald wäre ihm dieſe Unvorſichtigkeit theuer zu ſtehen gekommen.


