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Jetzt traten vier der edelſten Krieger aus dem Stamme der Beetjouanenkaffern leiſe herbei. Sie ergrif⸗ fen lange Tücher und ließen den Leichnam des Miſſio⸗ närs hinab in ſeine letzte Ruheſtätte. Ein tiefer, ſchmerz⸗ licher Seufzer und lautes allgemeines Schluchzen waren die einzigen Stellvertreter einer wohlgeordneten Rede, die keiner von dieſen trauernden Menſchen zu halten vermochte. Aber der Schmerz und die Thränen eines ganzen Volkes ſprachen lauter und beſſer, als alle Worte es zu thun vermocht hätten, den Dank und die Verehr⸗ ung aus, die der Verſtorbene ſo wohl verdient hatte, deren er ſo würdig geweſen war.
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Das durch Wilberforce begonnene Werk ſollte nicht untergehen. Es folgten bald neue Arbeiter im Weinberge Gottes nach. Sie wurden mit Begierde von den Kaf⸗ fern aufgenommen und fanden ein wohlbereitetes Feld für ihre Thätigkeit. Aber keiner vermochte ſich die Liebe und das Zutrauen dieſes Volkes in ſo hohem Grade zu erwerben, als Wilberforce. Noch heute lebt ſein Name im Munde der Kaffern, obwohl bald achtzig Jahre ver⸗ floſſen ſind, ſeitdem er das Land der Kaffern betrat. Ueber ſeinem Grabe erhebt ſich ein Stein, auf dem ein eiſernes Kreuz befindlich iſt. In der Sprache der Kaf⸗


