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ſchiedenen blutigen Ereigniſſen aufgelöſt habe. Wir wollen unſere Leſer kürzlich mit dem weiteren Verlauf dieſer Angelegenheit bekannt machen. Der Kampf, welcher unmittelbar nach Kanghos Tode, zwiſchen Munorvahs Beetjouanen⸗Kriegerſchaar und den Mördern des Königs ſtattfand, endigte ſich mit einer Niederlage der erſteren, die vor der Ueberzahl der Aufrührer weichen mußten und ſich nach Bethlehem zu⸗ rückzogen, um Munorvah dort zu treffen und ſich unter ſeinen Befehl zu ſtellen. Die Aufrührer blieben völlig rathlos und unentſchloſſen auf dem Wahlplatze zurück. Sobald die erſte Hitze des Kampfes verraucht war, und die ruhige Ueberlegung an die Stelle der entflammten 3 Leidenſchaften trat, ergriff die meiſten Krieger eine ſchmerzliche Reue über die verruchte That, welche ſie verübt hatten. Kangho war immer von ihnen als das edelſte Vorbild der Tapferkeit und des hochherzigen Sinnes geachtet worden, und nur die Stimme der Ver⸗ führung hatte ihm das Vertrauen und die Liebe ſeines Volkes geraubt. Nach ſeinem blutigen Ende kam die Reue. Alle ſeine Vorzüge, ſeine Weisheit und Tapfer⸗ keit, ſein Edelmuth und ſeine Milde, erſchienen plötzlich den Verblendeten in einem helleren Lichte. Wie ein ſchöner Stern hatte ihnen der edle Fürſt vorangeleuchtet und nun, da ſie ihn im ſchrecklichen Wahne, in der blutgierigſten Verirrung gemordet hatten— ihn, der in


