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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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und Bewaffnung waren ſie leicht zu erkennen; es waren keine Buſchmänner, ſondern Kaffern. Mit großer Beſorgniß erkannte Munorvah die fremden Krieger. Da jetzt die Vertheidigung des Paſſes völlig unnöthig war, ſo rief er ſogleich alle ſeine Begleiter herbei und ging den vom Gebirge herabkommenden entgegen. So⸗ bald ſich die verſchiedenen Abtheilungen erkannt hatten, erhoben ſie ein Freudengeſchrei und binnen wenigen Minuten ſah ſich Munoroah von dem Reſte der tapfern Schaar umringt, deren Anführer er früher geweſen. Doch dieſe Freude war nur von ſehr kurzer Dauer. Die Ankommenden ſahen niedergeſchlagen, ermattet aus; ſie ſtanden dem Fürſten, der in ihnen kaum ſeine alten Waffengefährten wieder erkannte, ſtumm, mit traurig geſenktem Haupte gegenüber und ſeine Fragen nach der Urſache ihrer Entfernung vom Heere, nach dem Befinden des Königs wurden nur durch ein düſteres Schweigen beantwortet..

Munorvah erſtaunte und befahl jetzt einem der älteſten Krieger, unverhohlen zu berichten, was ſich zu⸗ getragen hatte. Der Häuptling, den er hiezu auffor⸗ derte, war einer von jenen Männern, die ſich beſtändig in Kangos Nähe befunden hatten. Er begann:

»Als du im Fort der Feinde verwundet wurdeſt, befahl Kangho, dich hieher zum großen Arzte zu brin⸗ gen, der allein im Stande wäre, dein Leben zu retten.