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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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das ſreudige Wehen der Fahnen bewieß ein frohes und ermuthigendes Zeichen daß die hier eng einge⸗ ſchloſſenen Waffenbrüder noch nicht überwältigt waren und ihre Brüder voll froher Hofſnung auf Hilfe und Eutſatz begrüßten. Aber zwiſchen Freunden und Brüdern lag noch das verderbendrohende Heer barbari⸗ ſcher Feinde, die mit wildem Kampfgeſchrei zur Feld⸗ ſchlacht ſich rüſteten. Noch war ein harter Streit zu kämpfen, ehe es möglich war, den Belagerten den er⸗ ſehnten Beiſtand, die Rettung zu bringen.

Oberſt K... überſah die Lage der Seinen und derer auf dem Hügel und bewährte in dieſem entſchei⸗ denden Augenblick ganz ſeine Tüchtigkeit. Durch eine raſche Schwenkung zogen ſich die Reiter, die Geſchütze mühſam durch den Moorboden nachſchleppend, nach einer vom Feinde nur ſchwach beſetzten kleinen Anhöhe hin, welche ſchnell von den Dragonern geſäubert wurde. Hier fuhren die Geſchütze auf, während ſeitwärts die Reiter zum Angriff ſich ordneten und die Seapoys im Thale eine vortheilhafte Stellung einnahmen. Nun begannen die Kanonen gegen den auf der Anhöhe in dichten Maſſen ſchwärmenden Feind zu ſpielen. Die Kartätſchen riſſen ganze Reihen nieder, die Kugeln wirkten gräßlich in dem ſich verzweiflungsvoll drängenden Knäuel der Feinde. Dennoch ſtürzten ſie herab in das Thal und griffen die hier ſie feſt erwartenden und mit zerſtörenden Musketen⸗