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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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heit zur ſegensvollſten Thätigkeit, ſobald er nur einiger⸗ maſſen Sprache, Sitten und Denkungsweiſe der Landes⸗ bewohner kennen gelernt hatte. Er wirkte gleich wohl⸗ thätig als Arzt und Seelſorger, jemehr der Krieg die befreundeten Horden der Eingebornen um das Lager zuſammendrängte. Bald gewann er das Vertrauen dieſer armen Menſchen in hohem Grade, und als ſpäter Gefangene und Verwundete der Kafſern zahl⸗ reicher eingebracht wurden, gelang es ihm, auch dieſe durch die ihnen mit milder Hand geſpendeten Wohlthaten ſich nicht ſelten zu befreunden.

Nur das Werk ihrer Bekehrung zum Chriſtenthume wollte nicht ſo ſchnell vorwärts ſchreiten, als es der feurige Miſſivnär gehofft hatte. Die Umgebungen waren nicht geeignet, dieſe Bemühungen unſeres Freundes nur einigermaſſen zu unterſtützen. Das Benehmen des Mili⸗ tärs, ihre frivolen Anſichten von höheren Dingen, die Unſittlichkeit, welche das ungeregelte Leben im Lager mit ſich bringt, dieſe und noch viele andere Hinderniſſe ſtellten ſich unſerm Wilberforce in den Weg. Er ſehnte ſich darnach, dieſe geräuſchvolle Menſchenmaſſe verlaſſen zu können. Er wünſchte ſich fort in die entlegene Wildniß, um hier allein mit Gott und unter ſeinem allmächtigen Schutze ſein Werk vorbereiten und beginnen zu können; allein hiezu war vor der Hand keine Ausſicht vorhanden.

Gleiche Gefühle der Unzufriedenheit machten aber