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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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platz für die Truppen beſtimmt war. Ein Fort wurde gebaut und ſeine Mauern wuchſen durch die vereinigte Thätigkeit des Militärs und der Arbeitsleute, welche vom Eap hieher geſendet worden waren, zuſehends aus dem Boden hervor. Die anſcheinende Unthätigkeit der Eng⸗ länder machte die kriegeriſchen Kaffernſtämme kecker. Sie gingen raſch aus dem Zuſtande vorſichtiger Beobachtung, in dem ſie ſich bisher gehalten hatten, zur Offenſive, zum kühnen Angriffe über. Der nächtliche Himmel war oft geröthet von den Flammen der Dörfer und der Oe⸗ konomiegebäude der Pflanzer, die ſie überfielen und in Brand ſteckten. Einzelne Reiterpikets, die über den Strom auf feindliches Gebiet vorgeſchoben waren, erlitten furchtbare Angriffe und Ueberfälle der Barbaren und durften ſich glücklich preißen, wenn es ihnen mit großem Verluſte gelungen war, unter den Schutz der engliſchen Kanonen ſich zurück zu ſchlagen. Viele Krieger gingen auf dieſe Weiſe verloren, ehe das engliſche Heer im Stande war, mit Erfolg etwas gegen den Feind zu unternehmen. Nur der Muth und die Erbitterung der Truppen ſtieg von Tag zu Tag mehr und mehr, je öſter ſich dieſe Einfälle wiederholten und mit je größerer Grauſamkeit die Wilden gegen die wehrloſen Einwohner, oder gegen Gefangene, die in ihre Hände fielen, verſuhren. Wilberforce blieb dieſen kriegeriſchen Stenen fremder, als man hätte vermuthen ſollen. Er fand hier Gelegen⸗