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nannten die Soldaten den König) vertrunken werden! Gleich will ich ſie erheben und den Oberſt um Urlaub bitten!“
Er nahm Abſchied und ſil mit ſeinem langen Schwert im Sturmſchritt von dannen.
Noch eine Angſt und Frende.
Während dieſer Vorfälle arbeitete die gute Loh in einem vornehmen Hauſe als Putzfrau. Sie war eben mit dem Scheuern der großen Marmortreppe beſchäftigt und hatte keine Ahnung von den Vorgängen zu Hauſe. Nur der böſe Herr Zankerl lag der braven Perſon be⸗ ſtändig im Sinne und die arme Mender, welche aus⸗ ziehen mußte und nicht wußte, wohin?„Hätt' ich dich, wie wollt ich dich!“ murrte ſie grimmig fegend, wenn ihr der Herr Zankerl einfiel und ſie den allerdings nicht lobenswerthen Wunſch recht heiß fühlte, mit der Feg⸗ bürſte ſo eindringlich ſein Geſicht bearbeiten zu dürfen, wie dieſe ſteinerne Treppe.
Droben vor Amt beſtand inzwiſchen Niklas ein
Verhör. Er bemerkte ängſtlich auch den Herrn Zankerl, der ſeine Klagſache gegen die Loy eben anbringen wollte, und der außen vor der Thür warten mußte. Da Niklas Mutter krank war, ſo mußte die Loh herbeigeholt wer⸗ den. Niklas wußte den Ort, wo dieſe arbeitete, und der
Atuar ſendete einen Gensdarmen ſtatt hin, die


