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Der arme Niklas : eine Erzählung für die Jugend / von Philipp Körber.
Entstehung
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Leider konnte er der armen Frau keinen Troſt geben, ſondern er überblickte nur mit bedenklichem Schweigen die Hütte, das Kinderhäuflein, welches mit weit offenen Augen ihn anſtarrte, als er vor dem Bette ſaß, und for⸗ derte dann Schreibzeug und Papier, um ein Rezept aus⸗ zufertigen. Dann ſchied er mit dem Verſprechen, in einigen Tagen wieder nachſehen zu wollen, und indem er ſich verabſchiedete, gab er der verſtändigen, bei ſeinem Beſuche anweſenden Loh einen Wink mit den Augen, ihm zu folgen. Dieſe verſtand ihn und begleitete ihn vor die Hütte bis an den Eingang des Gärtchens, wo er ſtehen blieb und fragte:Iſt Sie mit dieſer Frau verwandt? Nein, Herr Doktor, ich wohne nur bei ihr, ſagte

die Loh.

Da iſt die Noth wohl jetzt ſchon und was wird werden, wenn dieſe Frau Wochen, ja vielleicht Monate lang darniederliegt? ſagte der menſchliche Arzt.

Ich will ſie nicht verlaſſen, entgegnete die Loh gerührt.

Das iſt Chriſtenpflicht; thue Sie, was Sie kann. Armuth und Entbehrungen, mehr noch Temperatur⸗ wechſel, haben dem armen Weibe dieſe Leiden auferlegt. Sie muß vor allem darauf ſehen, daß meine Mittel recht genau gebraucht werden. Dann könnte es gelingen, die arme Frau bald wieder herzuſtellen. Adieu!

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