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Der arme Niklas : eine Erzählung für die Jugend / von Philipp Körber.
Entstehung
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Tiſch, legte darauf Wachstuch an die Plätze, wo die Kleinen ſaßen, goß den fertigen Kaffee ab, trug ihn auf, ſtellte die Kartoffeln auf den Liſch, zog ſchnell den naſſen Rock und die Schürze ab, legte veine warme Kleider an und rief nun die Kinder herbei, die geduldig auf dieſen erſehnten Augenblick gewartet hatten. Alle ſechs ſtellten ſich vor den von Speiſen dampfenden Tiſch und die Mut⸗ ter betete beim Klange der aus der Stadt vom Frauen⸗ thurm herüberbrummenden Mittagsglocké:

Aller Augen warten auf Dich, o Herr, und Du gibſt ihnen Speiſe zur rechten Zeit; Du öffneſt Deine milde Hand und erfülleſt Alles, was lebet mit Segen. Amen!

Dann ſetzten ſie ſich und begannen zu eſſen und trefflich labten ſich die Kleinen an der einfachen Speiſe. Sie waren faſt zu Ende damit, als ſich eilige Schritte der Hütte näherten und eine Frauensperſon in die Haus⸗ flur trat. Sie war ältlich, hager, trug unſchöne, aber reinliche Kleidet und ihr Geſicht hatte einen trüben weh⸗ müthigen Zug, als ob ſich ein langjähriger, geheimer und tiefer Kummer darauf abgeprägt hätte⸗ Mit den Worten: Gott geſegne es euch 1 trat ſie ins Zimmer und nach⸗ dem ſie gegrüßt hatte, ſprach ſieAlſo ſchon fertig? Und ich bin erpreß gelaufen, um Ihr zu helfen, Menderin.

Nein, ich hab's ſelbſt gezwungen und wäre wohl früher noch fertig worden, wenn ich Vormittags mich nicht um die kleinen Kinder hätte annehmen müſſen und

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