dann abwarten, ob ihr Gemahl von ſich hören laſſe, aber auch in dieſem Falle ihm nicht eher folgen, bis er ihr eine feſte, ſichere und anſtändige Stellung anbieten könnte. Ein Umherſchweifen, Suchen und Wagen in der jetzigen ſchwankenden Zeit, oder wenn gar der Hr. Graf noch weiter verfolgt werde, ſetze doch eine Dame von ihren Vorzügen und An⸗ ſprüchen den widerwärtigſten Begegniſſen aus. Lieber möchte ſie ſich ihrem Vater wieder nähern und ſeine Liebe anrufen. In dieſem Fall erbot er ſich als Vermittler einzutreten, an ihren Vater zu ſchreiben, und dem erzürnten Manne die ganze Lage der Sache in verſöhnendem Lichte votzuſtellen.
In dem, was der beredte Mann vorbrachte, lag vieles, was doch die Gräfin ſichtbar ermunterte und ihr neuen Muth gab. So beruhigt, dankte ſie dem Arzte und nahm es an, daß er ihr eine Woh⸗ nung und eine Kammerjungfer beſorgen wollte. Er verſicherte ſie ſeiner unbedingten Ergebenheit, bat um ihr hetzliches Vertrauen und empfahl ſich mit einem ehrerbietigen Handkuſſe.


