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Seele— als ob ſie ſich ſinnbilvlich darlegen wollte — drohte mit einer körperlichen Ohnmacht.
In dieſem Augenblicke trat der Wirth Herrle bei ihr ein und nannte den Arzt, der ihr eine drin⸗ gende Mittheilung zu machen habe und um ihr Ver⸗ trauen bitte.
Der Doktor?— rief ſie aufathmend, und plötz⸗ lich hatte die tiefempfundene Bedrängniß ihre Stim⸗ mung gegen den Angemeldeten verwandelt. Sie eilte ihm entgegen, denn er zeigte ſich eben in der halb offenen Thür. Sie hieß ihn aus tiefſter Em⸗ pfindung— willkommen, und in Thränen aus⸗ brechend, ſank ſie, in der Anwandlung ihrerSchwäche von ihm aufgefangen, wie ohmächtig an ſeine Bruſt. Er hob ſie auf das Kanape und brachte ſie mit Hülfe eines Flacon, das er für die gewohnten Vapeurs ſeiner Patientinnen bei ſich führte, ſchnell wiedeér zu ſich.
Der Wirth⸗Poſtſtallmeiſter verließ das Zimmer und Rivière zog nun mit bedeutſamer Miene den
Beutel hervor, den er dem Diener abgenommen
hatte. Sie erkannte denſelben und kam vadurch über


