Der Graf ſpricht die Pfälzer Mundart, fuhr der erzählende Gaſtwirth fort. Seine Gemahlin aber redet das ſchärfſte Berliniſch. Sie ſcheint ſehr niedergeſchlagen. Eine hübſche Dame. Der Be⸗ diente ſagte mir, es ſei ein neuvermähltes Paar. Man war noch in der friſchen Unterhaltung begriffen, als der Fremde im modiſchen Reiſerock eintrat und ſich nach dem Wirth umſah.— Wohnt kein Arzt in der Nähe? fragte er. Meine Frau be⸗ findet ſich unwohl.
Wie ſich Herrle mit fragendem Wink nach Doktor Riviére wendete, trat dieſer mit artiger Verneigung vor und ſagte:
Wenn Sie keinen beſtimmten, Ihnen namhaft bekannten Arzt begehren: ſo bin ich wenigſtens der nächſte zu Ihren Dienſten.
Der Herr Doktor wohnen hier im Hauſe, ſagte Herrle, und iſt eben von ſeinen vielen Patienten gekommen. Wir haben viel vornehme Emigranten hier.
Der Graf muſterte unter dieſen Worten den jungen Mann, entweder auf deſſen hübſches, kekes


