Hochwürdiger Freund, verſetzte der Arzt, Ihr fallt in meine Handwerksſprache; laßt mich alſo in der Eurigen antworten. Hütet Euch vor dem böſen Feinde, der Euch als guten Prieſter mit„Lacrimä Chriſti“ und„Liebfrauenmilch“, oder als braven Wirthsſohn in den wechſelnden Geſtalten von Hoch⸗ heimer, Rüdesheimer, Scharlachberger, Nierenſteiner u. dgl. lockt, um Euch zu verderben, und dann in Vorſpiegelung von Mäuſen und dergleichen Unge⸗ ziefer zu verfolgen.
Man unterbrach dieſe heiteren Neckereien und wollte etwas von den neuen Ankömmlingen und von den„Vapeurs“ wder ſchönen Marquiſe hören. Der Arzt nannte den Marquis Chapuis, und ſprach entzückt von der Liebenswürdigkeit der jungen Marquiſe.— Leider iſt ſie ſehr leidend, ſagte er, und wird ſich einer ernſten Kur unterziehen müſſen.
Das heißt, Doktor,— Ihr werdet ihr ernſtlich die Cour machen! lachte der Hauptmann.
O die Frauen weiß er zu behandeln, kennt ſie in ihren Leiden und Schwächen! bemerkte der


