Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Das Schreibepult,

Herrm. Unſere Voreltern handelten, die En⸗ kel ſingen.

Dieth. Dieſe ſchmollende Laune kleidet Sie aller⸗ liebſt; Sie gefallen mir.

Herrm. Habe ich denn geſchmeichelt?

Dieth. Immer beſſer! Sie muͤſſen ein Stuͤndchen mit mir plaudern. Flink! Chokolade! unſer lieber Herrmann will Chokolade mittrinken.

Perrm. Keineswegs! Ich komme in Geſchften.

Dieth.(ähnend) So?

Herrm. Zuerſt in Geſchäften an Ihr Herz. Dieth. Was? der finſtre Herrmann ein Bothe der Liebe?

Herrm. Warum denn der Liebe? Vormals ſtand

Ihr Herz nur dem Mitleid offen.

Dieth. Vormals nur?(mit Gefuht) Das war bitter!

Herrm. Gott ſey Dank, daß Sie nmiich jetzt mit keinem froſtigen Scherz abſpeiſen!

Dieth. Reden Sie, lieber Ihr Mit⸗ keiden iſt mir gewoͤhnlich ein Buͤrge fuͤr das Verdienſt.

Herrm. Ich habe in Erfahrung gebracht, daß der alte Erlen Noth leidet.

Dieth. Wie kann ich ihm helfen? X Herrm. Der alte Erlen Sie kennen ihn doch? Dieth. Was ſollt' ich nicht? Der Freund meines

Vaters.

Herrm. Sie wiſſen doch, wie er um ſein ganzes, kieines Vermoͤgen kam?