Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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ſich ihm, ergriff ſeine Hand und ſagte:„Mein lie⸗ ber Pathe, ich bekenne mein Unrecht und fühle voll⸗ kommen, daß ich die Familie Chopard dadurch ſehr beleidige.— Nun, dann heirathe ihre Tochter, ſo beleidigeſt Du ſie nicht.— Nein, ich werde ihre Tochter nicht heirathen; denn ich könnte ſie nicht glücklich machen und ich ſelbſt wäre unglücklich mit ihr.— Du ſollteſt unglücklich ſein mit einem Frauen⸗ zimmer, das Du anbeteſt?— Aber bete ich denn Fräulein Chopard an? Ich verſichere Ihnen, daß ich noch nie daran gedacht habe.— Und ich, mein Herr, ſage Ihnen, daß Sie dieſelbe anbeten. Ha⸗ ben wir es nicht Alle bemerkt? Hat Dich die Liebe nicht völlig umgewandelt? Daß aber Deine Liebe ſo ſchnell wieder vergangen ſei, begreife ich nicht; die des Fräuleins iſt noch nicht erloſchen. Du haſt das Mädchen in Flammen geſetzt, ſie iſt ganz in Dich vernarrt. Ein junges, unerfahrenes Herz fängt ſehr leicht Feuer.— O, ich fühle es auch.— Si⸗ cherlich würde es Adelaide Chopard an keinem Manne fehlen; es iſt ein ſuperbes Mädchen, das ſo Vieles verſteht und einen excellenten Nußliqueur macht. Solche trifft man nicht alle Tage, mein Herr.“

„Mein lieber Pathe, ſie mag Nußliqueur ma⸗ chen ſo viel ſie will, ich kann ſie doch nicht heira⸗ then. Ich geſtehe zu, daß ich es ihr hätte früher ſagen ſollen, aber ich wußte nicht, wie ich es an⸗ gehen ſollte.“

„Ich ſage Ihnen, mein Herr, Sie müſſen das Mädchen heirathen, Sie ſind zu weit gegangen, um